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Gründer berichten von ihren Fehlern und Erkenntnissen
Donnerstag, den 22. Dezember 2011 um 09:20 Uhr

Förderland.de

Gründer berichten von ihren Fehlern und Erkenntnissen.

Die Gründer des Start-up-Unternehmens WechselButler: „Wir haben viele Fehler gemacht – manche auch zweimal".

WechselButler ist ein Vergleichsportal zum Strom- und Gasanbieterwechsel. Das Team um WechselButler entwickelte etwas Neues – eine Marktnische – in diesem recht vollen Marktsegment. Die Gründerpersonen sind interdisziplinär: ein Physiker, ein Betriebswirtschaftler, ein Unternehmensberater, ein Neue-Medien-Spezialist und ein Rhetoriker.

Die Energie-Vergleichsportale im Internet bieten den Verbrauchern im Grunde fast immer die gleiche Leistung an. Der Verbraucher erhält eine Liste mit den günstigsten Anbietern, muss dann aber selbst recherchieren, auf was er achten sollte, wenn er einen verbraucherfreundlichen Tarif bekommen möchte. Danach muss er seine Ergebnisse filtern.

Letztendlich fehlt den Verbrauchern der direkte Vergleich. Das WechselButler-Konzept bietet eine Tarif-Empfehlung an und vermeidet damit den Informationsüberfluss der Konkurrenz. Die Tarife werden nach verbraucherfreundlichen Kriterien gefiltert, alles wird so einfach wie möglich gestaltet. Die Verbraucher entscheiden auf der Seite von WechselButler lediglich zwischen drei einfachen Varianten. Sie geben ihre Postleitzahl und ihren Verbrauch ein und erhalten eine individuelle Tarifempfehlung. Auf dieser Basis können Sie rasch eine informierte Entscheidung treffen.

Der Weg zu diesem einfachen Geschäftsmodell war lang, mit Hindernissen und Fehlern gepflastert. Manche Fehler wurden zweimal gemacht.

Fehler aus Sicht der Gründer:

  • Verlieren in Details

  • Zu viel Zeit für die Erstellung des Logos, später ein neues Logo

  • Ungeplante Erstellung der Webseite

  • Kein Programmierer im Team

  • Zeit verloren durch Komplett-Paket für Design und Programmierung

  • Keine gute Qualität

  • Nochmals alles neu


Herausforderungen und Lösungskonzepte

  • Erkenntnis: „Wenn man eine sehr gute Seite haben möchte, muss erst das Design jeder einzelnen Unterseite komplett stehen, bevor man einen sehr guten Programmierer beauftragt – sparen lohnt sich hier einfach nicht.“

  • Herausforderung und Chance: Die Gründer kannten sich vorher nicht. Ihre Standorte waren London, Darmstadt, Berlin, Frankfurt und Ludwigsburg.

  • Lösung des Kommunikationsproblems: allgemeine Dinge über ein eigenes Forum; besondere Themen via E-Mail in kleinen Gruppen; Datenteilung über Dropbox; einmal in der Woche ein gemeinsames Skype-Meeting

  • Später Nutzung von Basecamp (leistungsfähige und günstige Online-Projektmanagment-Software), um informiert zu sein, „wer gerade an was arbeitet oder Hilfe benötigt“

  • Offene Kommunikation untereinander und frühes Abfangen von potenziellen Konflikten

  • Erkenntnis: „Eine offene Kommunikation ist sicher der Schlüssel für jedes erfolgreiche Unternehmen – das gilt insbesondere dann, wenn man sich nicht jeden Tag persönlich sieht."

  • Überzeugung: vermeintliches „Problem“ der räumlichen Trennung wirkt wie ein Katalysator auf alles innerhalb des Unternehmens. „Probleme, aber auch Erfolge potenzieren sich sehr schnell. Deshalb muss jedes Team-Mitglied immer voll dabei sein – virtuell versteht sich“.

 
© Dr. Bernd Brogsitter Karriereberatung.de